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Nebennierenerkrankung beim Frettchen (Adrenal Disease)
„Mein Frettchen verliert sein Fell." Während Fellverlust beim Frettchen viele Ursachen haben kann, möchte ich mich auf den häufigsten Grund für ernsten Haarverlust konzentrieren -- wuchernde Krankheit der Nebenniere des Frettchens. Alle Frettchen mit Nebennierenerkrankungen (NNE) - Hyperplasien, sowie gutartige oder bösartige Neoplasien der Nebennierenrinde - zeigen gewöhnlich gleiche klinische Symptome, unabhängig des Wachstums. Diese Symptome sind in der Mehrzahl der Fälle ziemlich gleich und so charakteristisch, dass keine weiteren Tests gemacht werden müssen, um eine Therapie einzuleiten. Die Symptome der Nebennieren Krankheit beim Frettchen sind gut dokumentiert (Fox et al., 1987, Lawrence et al. 1993, Rosenthal et al., 1993, Lipman et al., 1993) obgleich die Ursache noch relativ unklar sind. NNE können bei Tieren von 1 - 7 Lebensjahren vorkommen. Das Durchnittsalter bei NNE liegt bei von 3.5 Jahre. In einer Studie (Rosenthal, 1993), waren 70% der betroffenen Frettchen weiblich. Fellverlust (Alopezie), ist bei weitem das am häufigsten auftretende klinische Symptom beim Frettchen. Der Fellverlust fängt häufig am Schwanzende an (Fettschwanz im Sommer ist „normal") und geht vorwärts über den Rücken, die Flanken und das Abdomen, weiter bis zum Ansatz des Kopfs und den Extremitäten. Zusätzlich schwillt die Vulva bei kastrierten Fähen an, als wäre sie in der Ranz. Eine wässrige Schleimabsonderung aus der Vulva kann ebenfalls vorkommen.
In den meisten Fällen ist eine Drüse merklich größer als die andere und wird entfernt. Aus unbekannten Gründen ist die linke Nebenniere öfters betroffen (64%), bei der rechten Nebenniere sind es 26% und bei 8% der Frettchen, betrifft die Krankheit beide Nebennieren. Die operative Entfernung von einer Nebenniere wird von den Frettchen meist gut vertragen und in den meisten dieser Fälle, wenn die Krankheit auf eine Drüse begrenzt werden kann, hören die klinischen Symptome auf (d.h. das Fell wächst nach und die geschwollene Vulva geht zur ihrer Normalgrösse zurück). Bei den Tieren mit bilateraler Krankheit (beide NN betroffen), ist die operative Entfernung von einer Drüse und einem Teil von der anderen versucht worden, aber das Risiko von postoperativen Komplikationen ist sehr hoch.
Bei Verdacht auf NNE ist es unumgänglich einen Frettchen erfahrenen Tierarzt aufzusuchen!
Auf dem Bild kann man gut sehen, dass die rechte Nebenniere (right Adrenal Gland) nahe an der Vena Cava (Hohlvene) liegt. (Bild: Marshall Anatomy) |
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